vom 29.06.2018 - Autorin: "Sanny"

Ich hatte heute morgen während eines Gesprächs über die Bibel ein Aha-Erlebnis, was mein Bibelverständnis "früher und jetzt" angeht. Und da ich vermute, dass dieses Thema durchaus andere Christen beschäftigt, mag ich das einfach mal mit euch teilen.

"Tja, und dann gibt es da plötzlich diese Verse, die mich fassungslos zurück lassen, die mich an Gottes Liebe zweifeln lassen, oder die ich am liebsten aus der Bibel streichen würde" 

vom 16.05.2018 - Autorin: "Sanny"

Ich merke, dass ich doch für mich meine unvollkommenen, in Entwicklung begriffenen Gedanken zu Gottes Liebe, Gottes Allmacht und der Frage nach dem Leid in der Welt schriftlich fassen möchte.

Zunächst einmal geht mir durch den Kopf, ob all dieses Gerede von Gottes Allmacht vielleicht einfach nur der Sehnsucht von Menschen entsprungen ist, dass es jemanden gibt, der wie ein großer Zauberer alles Mögliche und Unmögliche tun kann, so dass sie selbst sich sicher fühlen können, wenn es ihnen gelingt, sich dieses Wesen irgendwie gnädig stimmen. Die kaum zu ertragende Ur-Angst, den Widrigkeiten des Lebens schutzlos ausgeliefert zu sein, braucht einen Schutzzauber dagegen … ein „allmächtiger“ Gott. Damit verbunden all der alte Kult der Opferungen, der Gesetze, die man halten muss …

vom 15.05.2018 - Autor: Marco Neumann

Wenn der eigene Glaube in eine Krise gerät und sich weiterentwickelt, helfen gute Rat-Schläge normalerweise nicht viel. Denn jeder steht an einem anderen Punkt auf "dem Weg". Was manchmal hilft, sind Gedanken und das Ringen anderer um einen neuen Standpunkt, von dem aus der Weg weitergeht. Man kann sie ansehen und das behalten, was zur eigenen gerade erlebten Glaubens-Pubertät, -Quarterlifecrisis oder -Midlifecrisis passt. In einer solchen Situation fand ich spannende Anregungen bei Dietrich Bonhoeffer. Vielleicht geht es Dir auch so - ich hab hier ein paar seiner Gedanken zusammengestellt.

vom 08.05.2018 - Autor: Marco Neumann

Die Bibel enthält viele kraftvolle Aussagen über die Zukunft. Manche davon kann man oberflächlich betrachtet als Ankündigung von einer Art Weltuntergang interpretieren. Gleichzeitig spricht eine große Anzahl der Aussagen über die Zukunft eine ganz andere, hoffnungsvolle Sprache. Es ist bemerkenswert, dass sich ein lautstarker Teil der Christenheit werbewirksam auf die Stellen gestürzt hat, die als Weltuntergangsprophezeiungen interpretierbar sind - und das starke Gegengewicht eindeutig positiver Aussagen über die Zukunft der Welt ignorieren oder nicht ernst nehmen (die bekannte "Left Behind" Reihe oder das "Bibelpanorama" sind da nur zwei von vielen traurigen Beispielen).

vom 21.11.2017 - Autor: Josh Way - übersetzt von Marco Neumann

Als ein Bewohner der westlichen Welt bin ich mit Weihnachten fast durch. Wir leben in einem Jahrhundert, in dem die kulturelle Verteidigung und die politische Ausbeutung von Weihnachten schon obszöner geworden sind als die fortgesetzte Kommerzialisierung dieser Feiertage. Aber als ein Christ und ein großer Fan von Jesus und Hoffnung bewundere ich die Adventszeit und den Heiligen Tag (genau - nur ein Tag) von Weihnachten und freue mich drauf. Es gibt dabei viel liebenswertes - von alten Traditionen bis hin zu jungen Erinnerungen.

Mein Zerwürfnis mit der christlichen Kultur und meine Reise durch biblische Studien in den letzten Jahren haben meine Beziehung zu Weihnachten verkompliziert und letztendlich völlig verändert - besonders im Hinblick auf die Geburtsgeschichten, die sich in der Bibel finden. Die Idee einer einzelnen, harmonisierten, "biblischen" Weihnachtsgeschichte gerät in alle möglichen Probleme, wenn die Texte aufmerksam gelesen werden.

Bild: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

vom 09.11.2017 - Autor: anonym - übersetzt von Marco Neumann

Als Teil der Unterhaltung über Polyamorie und die Kirche möchte ich gern auch mal andere Stimmen als meine eigene (Chuck McKnight's) in diesem Blog zu Wort kommen lassen. Du wirst also ein paar Gast-Posts von anderen Polys und von christlichen Leitern lesen, die hinter Polyamorie stehen. Wenn Du etwas zu diesem Thema beitragen willst, lass es mich wissen!

Heute wirft ein Freund (der gern anonym bleiben möchte) die Diskussion um Karl Barth's kontroverse Beziehung mit Charlotte von Kirschbaum in die Waagschale. Wie kann Polyamorie unserem Verständnis dieser Sache hilfreich sein?

vom 07.11.2017 - Autorin: "Sanny"

Ich erinnere mich, dass das ein Slogan auf meiner ersten christlichen Freizeit war – ein Slogan, den ich ebensowenig mochte wie den ausgestreckten Zeigefinger auf meine Brust mit dem Spruch dazu: „Auch DU brauchst Jesus!“. Dennoch faszinierte mich auch irgendetwas an dem Glauben dieser radikaleren Christen, und als ich auf weitere Christen traf, die mich einfach in ihre Mitte nahmen, ohne mich zu fragen, ob ich denn schon „bekehrt“ wäre und mich „für Jesus entschieden“ hätte, merkte ich irgendwann in mir, dass ich diesem Jesus Christus vertrauen wollte.

vom 04.10.2017 - Autorin: "Sanny"

Ich lebe in einer Gemeinde von Menschen, die größtenteils an Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser glauben und für die die „Wahrheit“ der Heiligen Schrift, wie sie sie verstehen, maßgebliches Fundament ihres Lebens ist. Ich habe durch ebensolche Christen vor mehreren Jahrzehnten angefangen, einen Weg mit Gott zu gehen, und doch hat sich mein Glaube in diesen Jahren inzwischen so entwickelt, dass ich mich in meiner Gemeinde nicht immer traue, offen zu sagen, was ich glaube.

vom 04.10.2017 - Autor: Chuck McKnight - übersetzt von Marco Neumann

Wir haben eine Unterhaltung über Polyamorie und die Kirche in Gang gesetzt und ein paar wichtige Dinge zum Thema Polyamorie klargestellt. Jetzt sind wir soweit, uns über einige Bedenken bezüglich der Polyamorie aus christlicher Perspektive Gedanken zu machen. Und die stärksten Einwände, die gegen Polyamorie erhoben wurden, drehen sich um Sex. Deshalb werden wir in diesem Beitrag die Basis für christliche Ethik ganz grundsätzlich diskutieren - besonders einige Spezifika einer Sexualethik - und diese Ethik dann auf polyamore Beziehungen anwenden.

vom 01.10.2017 - Autor: Chuck McKnight - übersetzt von Marco Neumann

Während wir unsere Unterhaltung über Polyamorie und die Kirche fortsetzen ist es wichtig, dass wir uns darüber klar werden, was mit "Polyamorie" gemeint ist. Das grundlegende Konzept ist sehr einfach: Polyamorie bedeutet, mehr als ein Individuum zur gleichen Zeit zu lieben. Aber viele Menschen neigen dazu, eine Menge falscher Annahmen über dieses Konzept zu machen. Da nun so viele Fehlkonzeptionen im Raum stehen, dachte ich es wäre hilfreich, Polyamorie darüber zu definieren was sie nicht ist.

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